Naturbeobachtungen – Fasane
Der Fasan – Ein seltener Schatz in Mecklenburg
Fasane sind wahre Schmuckstücke der Natur. Mit ihrem schillernden Gefieder und dem anmutigen Gang ziehen sie die Blicke auf sich. Besonders auffällig ist das Männchen. Sein leuchtend buntes Federkleid mit goldenen, grünen und roten Tönen macht ihn zu einem der prächtigsten Vögel unserer Landschaft. Die Weibchen sind unauffälliger gefärbt – ein perfektes Tarnkleid, um sich in Wiesen und Feldern zu verstecken.
Fasane bevorzugen offene Landschaften mit Feldern, Hecken und Waldrändern, wo sie Schutz und Nahrung finden. In Mecklenburg sind Fasane selten geworden. Die intensiv betriebene Landwirtschaft hat viele kleine Felder und Hecken verschwinden lassen – genau die Orte, die diese Vögel zum Überleben brauchen. Umso besonderer ist es, wenn man einem begegnet.
Oft passiert es ganz unverhofft. Plötzlich huscht etwas über den Weg – ein Fasan! Meist ist es ein prachtvoller Hahn mit seinem leuchtend bunten Gefieder. Die Hennen hingegen sind Meisterinnen der Tarnung. Ihr braunes, gesprenkeltes Federkleid lässt sie beinahe mit der Umgebung verschmelzen. Wer eine von ihnen entdeckt, kann sich wirklich glücklich schätzen.
Doch Fasane sind vorsichtige Tiere. Sie rennen oft geduckt durchs hohe Gras, und erst wenn sie sich richtig bedroht fühlen, steigen sie mit lautem Flügelschlagen senkrecht in die Luft – ein Moment, der einem fast das Herz in die Hose rutschen lässt!
Besonders spannend ist das Balzverhalten der Fasane. Im Frühjahr beginnt das Männchen mit lauten Rufen und eindrucksvollen Flügelschlägen, um die Weibchen zu beeindrucken. Hat er Erfolg, bildet er oft einen kleinen Harem aus mehreren Weibchen.
Wer einmal einen Fasan in freier Wildbahn sieht, kann sich glücklich schätzen – denn kaum ein anderer Vogel verbindet so viel Eleganz mit wilder Ursprünglichkeit.